Persönliches

Foto: Lauterwasser, Überlingen
Foto: Lauterwasser, Überlingen

Nein! Ich bin keine Künstlerin, die schon in ihrer Kindheit mit Wasserfarben, Buntstiften und Wachsmalkreiden ihre Umgebung unsicher gemacht hat. Meine ersten, wenigen Kinderkunstwerke wurden von meiner Umwelt mit Skepsis aufgenommen und nicht aufgehängt. Für heutige Verhältnisse wäre das eine traumatische Erfahrung. Die familiäre Begründung: "Wir (wobei das WIR auch mich mit einschloss) sind keine künstlerisch begabte Familie." Für mich war das okay und das Thema, eigene Werke zu schaffen für Jahre durch. 

 

Trotz dieser, doch nicht gerade förderlichen Erfahrungen, entwickelte ich eine Liebe zu Architektur, Design und moderner Kunst. Besonders das Bauhaus hat es mir angetan. In meinen unterschiedlichen, studentischen Unterkünften hingen immer Werke in Posterform von Kandinsky, Klee,  aber auch Miro, Dali, Lichtenstein, Keith Hearing, Rothko, Gerhard Richter und anderen.

 

So war das auch geplant, als mein Mann und ich unser erstes Haus bezogen. Die vielen, großen, weißen Wände schrien geradezu nach Kunst. Die Posterfom von Kunst war aber hier nicht das, was dann gut aussah. 

 

Auf der Suche nach "echter" Kunst lernte ich die wunderbare, viel zu früh gegangene Malerin Inge Junghans vom Künstlerbund Bottrop kennen. Ich schloss mich ihrer Malgruppe an und entwickelte dabei eine große Begeisterung dafür, eigene Werke herzustellen. 

 

In den zehn Jahren unserer Malgruppe lernte ich mit Farbe umzugehen, mich mit Bildkompositon zu beschäftigen und mich mit unterschiedlichen Materialien auseinander zu setzen, um diese in meine Werke zu integrieren. Ich arbeite dabei mit Acrylfarben, Ölpastellkreiden, Kohle, unterschiedlichen Papieren, Ver-packungsmaterialien, Stoffen, Silberdraht, Marmormehl, Hochofenschlacke, Stoffen aus der Natur sowie mit unterschiedlichsten Upcyclingmaterialien.

 

 

In dieser Zeit organisierte Inge Junghans auch erste Ausstellungen für unsere Malgruppe.